Full Moon

Strand, Meer und Vollmond!

Viele Backpacker, die schon mal im südostasiatischen Raum ihre Wege bestritten haben, können damit direkt eine Sache in Verbindung bringen; die FULL MOON Party auf Koh Phangan in Thailand.

Was als Geburtstagfeier einer kleinen Gruppe Rucksacktouristen und Post- Hippies in den 1980ern begann, ist mittlerweile das Muss für jeden Thailand-fan, der gerne auch mal beim Tanzen das ein oder andere Sandkorn auf seinen Füßen begrüßt.

Von Techno bis (gefühlt) Schlager ist für jeden Musik- und Partyfreund auf dem 2 km langen Strand etwas dabei, also packt euch Hello! Energy ein und wappnet euch für eine lange Nacht.

Hoch am nördlichen Ende des Strandes steht ein Haus, mitten in die Klippen gemeißelt, welches ein wenig an die Rote Flora in Hamburg erinnert. Wie in Trance wippen sich die dort eingetroffenen Gäste nach links und dann wieder nach rechts, immer im Rhythmus des alles durchdringenden Techno- Basses. Graffiti ist dort der übermäßig vorherrschende Anstrich.

Die Stimmung ? Unvergleichbar, weil man von dort auf den ganzen Partystrand hinabschauen kann.

Wieder unten angekommen Richtung Süden geht es weiter zum Reggea und Psy- Trance Bereich. Die dort auftretenden Künstler wissen wirklich wie man aus einem, naja, nun eher regelmäßigen Event, trotzdem immer das Beste an visueller Show herauskitzeln und die Leute in Erstaunen versetzten kann. Mit eindrucksvollen Feuershows und eigens aufgebauten, knallbunten Bühnen werden die Leute mit Reizen geradezu bombardiert.

Die Stimmung ? Etwas fremdartig, aber genug anzuschauen gibt’s alle mal!

Ein bisschen weiter südlich lässt sich dann das Charts und Mainstreamvolk antreffen. Wer jetzt schon darin etwas Negatives rausliest, der ist auch schon auf der richtigen Spur. Dies ist aber wiederum nur meine persönliche Meinung.

Das Problem? Es wird Musik gespielt, jedoch schreien die Künstler gleichzeitig so lange und so viel in Ihre Mikros, sodass man kaum etwas von den Songs mitbekommt. Denn genau dort werden die Aktionen durchgeführt, welche die Besucher am meisten miteinbeziehen. Sei es das kollektive Brenn-Seilspringen zu Zehnt oder das Wetttrinken.  Alles wird dort veranstaltet und die Künstler müssen natürlich auch animieren.

Die Stimmung ? Ausgelassen, feierlustig, laut und immer viel Bewegung.

Schlussendlich am südlichsten Ende kommt man dann in den, wie ich es schon vorher erwähnt hatte, „Schlager“ Bereich. Man sollte meinen, Schlager sei etwas deutsches, jedoch stellte sich dies als Irrtum heraus. Eine Art traditionelles Thai-Glockenspiel, gepaart mit neumodischen Pop, machen aus dieser Musikrichtung eine „mode couture“ Neuinterpretation von Musik. Keine Ahnung warum, aber die Touristen lieben es…nicht zuletzt weil dort der Stand mit den Vodka- Energy Eimern steht. Überhaupt steht dort so gut wie alles, was das Nachtschwärmer –Herz begehrt. Von Schwarzlichtfarbe bis zum Buchen der Rückkehr mit dem Boot zum Hotel ist dort alles zu erwerben.

Die Stimmung ? Umsatzfixiert, aber interessant zu betrachten, wie die Symbiose aus nüchternen Thai’s und betrunkenen Partyurlaubern doch immer zum erfolgreichen Einverständnis beiderseits führt.

Alles in Allem aber: Eines der einzigartigsten Party-Erlebnisse, die ich mein Eigen nennen kann. Ich empfehle es jedem, der gerne mal eine Waschmaschine voll mit bunter UND schwarz-weißer Musik zusammen an einem Ort erfahren möchte und sich nicht zu schade ist, auch mal neue Sachen auszuprobieren.

***Gastbeitrag von Lukas***

Autor

Alina

Kommentar